
Kuba
Permanente Residenz bedeutet Welteinkommensteuer, und seit Juni 2026 funktionieren VISA und Mastercard im Land nicht mehr.
Warum Kuba?
Wer in Kuba permanent residiert, wird auf sein Welteinkommen besteuert. Seit Juni 2026 funktionieren VISA und Mastercard im Land nicht mehr. Beides steht so im Gesetz und in den Hinweisen des Auswärtigen Amts.
Kuba wird in Auswandererforen gern als exotische Möglichkeit gehandelt und in Steuerübersichten meist gar nicht behandelt. Beides führt in die Irre. Das Steuerrecht sagt deutlich, was für Zugezogene gilt: Kubanische und ausländische natürliche Personen mit permanenter Residenz unterliegen der Einkommensteuer mit ihren Einkünften, gleich aus welchem Land diese stammen. Dazu kommt eine Alltagslage, die aus der Steuerfrage eine praktische macht.
- ✓Welteinkommensbesteuerung für permanent Ansässige, ausdrücklich auch für Ausländer
- ✓Seit dem 6. Juni 2026 sind Zahlungen mit VISA oder Mastercard in Kuba nicht mehr möglich
- ✓Neues Ausländer-, Migrations- und Staatsbürgerschaftsrecht seit Mai 2026, das erste seit 1976, Inkrafttreten 180 Tage nach Veröffentlichung
- ✓Non-CRS: keine Verpflichtung zum automatischen Informationsaustausch
- ✓Der Haken: Knappheit bei Kraftstoff, Wasser, Lebensmitteln und Medikamenten, eingeschränkte medizinische Notfallversorgung
Aufenthaltstitel & Residenzoptionen
Kuba hat im Mai 2026 erstmals seit 1976 neue Gesetze zu Migration, Ausländerrecht und Staatsbürgerschaft veröffentlicht. Für das Inkrafttreten gilt eine Frist von 180 Tagen nach der Veröffentlichung, die Durchführungsvorschriften lagen bei unserer Prüfung noch nicht vor.
Neu sind unter anderem der residente provisional als Vorstufe zur permanenten Residenz und der residente humanitario. Die Zugangsgründe zur permanenten Residenz werden erweitert: Familienbindung, Aufenthaltsdauer, Qualifikation und Investitionsfähigkeit.
Die effektive Residenz bleibt gewahrt, wer im Vorjahr mindestens 180 Tage im Land war, kumuliert. Die frühere 24-Monats-Regel entfällt.
Für Zuzügler aus dem deutschsprachigen Raum ist derzeit nichts belastbar planbar. Wer heute Zusagen zu kubanischen Residenzwegen macht, macht sie ohne Rechtsgrundlage.
Steuern in Kuba
Der entscheidende Satz steht im kubanischen Steuergesetz: Der Einkommensteuer unterliegen kubanische und ausländische natürliche Personen mit permanenter Residenz mit den erzielten Einkünften, gleich aus welchem Land diese stammen. Ohne permanente Residenz werden nur die in Kuba erzielten Einkünfte erfasst; ausländische natürliche Personen sind steuerlich den kubanischen gleichgestellt.
Damit ist Kuba für unseren Personenkreis das Gegenteil eines territorialen Standorts. Die Bemessungsgrundlage folgt derselben Logik, dazu kommen eine progressive Skala, ein Freibetrag und ein Pauschalabzug.
In der Praxis bleibt das hypothetisch, weil die permanente Residenz für Zuzügler aus dem deutschsprachigen Raum kein üblicher Weg ist. Auf der Karte steht die Klassifikation trotzdem: Wer die Frage stellt, soll die richtige Antwort bekommen.
Der Punkt, an dem die Standortfrage endet
Das Auswärtige Amt hält fest: Mit Wirkung vom 6. Juni 2026 sind Zahlungen mit VISA oder Mastercard in Kuba nicht mehr möglich. Für jemanden, der ortsunabhängig arbeitet, ist das keine Unannehmlichkeit, sondern das Ende der Standortfrage.
Dazu kommen laut denselben Hinweisen: Knappheit von Kraftstoff, Wasser, Lebensmitteln und Medikamenten, eine weitere Einschränkung der medizinischen Notfallversorgung und fehlende Straßenbeleuchtung bei Stromausfällen.
Wir tragen das nicht auf, um ein Land schlechtzuschreiben, sondern weil eine Länderseite, die diese Sätze weglässt und stattdessen über Steuersätze spricht, ihre Leser in die Irre führt.
Staatsbürgerschaft: Der Weg zum zweiten Pass
Die Verfassung von 2019 verlangt für die Einbürgerung fünf Jahre permanente Residenz, für Ehepartner und Eltern gebürtiger Kubaner zwei Jahre, dazu einen Staatsbürgerkundetest und zwei Bürgschaften von nicht verwandten gebürtigen Kubanern.
Das neue Staatsbürgerschaftsgesetz vom Mai 2026 erlaubt es, eine weitere Staatsangehörigkeit zu besitzen, ohne die kubanische zu verlieren. Für Kubaner im Ausland ist das erheblich, für Zuzügler aus dem deutschsprachigen Raum ändert es wenig: Die Einbürgerung bleibt ein Ausnahmeweg und kein planbarer Pfad. Die Zahl steht in der Übersicht, weil eine Übersicht vollständig sein muss, nicht als Route, die wir empfehlen würden.
Unser Kuba-Geheimtipp: Havanna
Havanna ist die einzige Stadt des Landes mit der Infrastruktur, die ein Zuzügler aus dem deutschsprachigen Raum bräuchte, und selbst dort unter den oben beschriebenen Einschränkungen. Das Viertel Vedado hat die dichteste Versorgung und die verlässlichsten Verbindungen. Wer Ruhe sucht, verliert genau diese Infrastruktur.
Zu den Kosten steht auf der Karte „Mittel“ und nicht „Niedrig“, und das ist Absicht. Kuba hat für Zugezogene faktisch eine Zwei-Preis-Wirtschaft: lokale Preise in Peso sehr niedrig, importierte Güter und Devisengeschäfte teuer, und ein Teil des Bedarfs zu keinem Preis verlässlich verfügbar.
Banking — außerhalb Kubas
Auf allen anderen Länderseiten geht es hier darum, dass Struktur und operatives Geschäft nicht im Wohnsitzland liegen sollen. Bei Kuba stellt sich die Frage grundsätzlicher: Seit dem 6. Juni 2026 funktionieren VISA und Mastercard im Land nicht mehr. Damit wird der Alltag selbst zum Bargeldproblem.
Wir bauen keine Strukturen, deren Zahlungsverkehr wir nicht garantieren können, und Kuba fällt derzeit klar darunter.
Flag Theory: Warum Banking außerhalb?
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Für wen ist Kuba geeignet — und für wen nicht?
✓ Geeignet für
- ✓Wer aus familiären oder beruflichen Gründen gebunden ist und die Rechtslage korrekt eingeordnet haben will
- ✓Wer die neue Gesetzeslage seit Mai 2026 verfolgt und die Reglements abwartet
- ✓Reisende, die wissen wollen, warum ihre Karte nicht funktioniert
✗ Weniger geeignet für
- ✗Wer steuerlich optimieren will (permanente Residenz führt zur Welteinkommensbesteuerung)
- ✗Wer ortsunabhängig arbeitet und auf funktionierenden Zahlungsverkehr angewiesen ist
- ✗Wer eine planbare Residenz oder einen zweiten Pass sucht
Häufige Fragen zu Kuba
Besteuert Kuba mein Auslandseinkommen?
Ja, wenn du permanente Residenz hast. Das Steuergesetz erfasst kubanische und ausländische natürliche Personen mit permanenter Residenz mit ihren Einkünften, gleich aus welchem Land diese stammen. Ohne permanente Residenz werden nur in Kuba erzielte Einkünfte erfasst.
Kann ich in Kuba mit Kreditkarte zahlen?
Nein. Nach den Hinweisen des Auswärtigen Amts sind Zahlungen mit VISA oder Mastercard mit Wirkung vom 6. Juni 2026 in Kuba nicht mehr möglich.
Was ändert das neue Ausländerrecht von Mai 2026?
Es löst die Gesetzgebung von 1976 ab, führt Kategorien wie den residente provisional ein, erweitert die Gründe für die permanente Residenz und knüpft die effektive Residenz an mindestens 180 Tage Anwesenheit im Vorjahr. Es tritt 180 Tage nach der Veröffentlichung in Kraft; die Durchführungsvorschriften lagen bei unserer Prüfung noch nicht vor.
Wie lange dauert die kubanische Einbürgerung?
Fünf Jahre permanente Residenz, zwei Jahre für Ehepartner und Eltern gebürtiger Kubaner, dazu ein Staatsbürgerkundetest und zwei Bürgschaften von nicht verwandten gebürtigen Kubanern. Für Zuzügler aus dem deutschsprachigen Raum ist das kein planbarer Weg.
Meldet Kuba meine Konten an Deutschland, Österreich oder die Schweiz?
Nein, Kuba hat sich in keiner Jahresgruppe der OECD zum automatischen Informationsaustausch verpflichtet. Das ist angesichts der übrigen Punkte auf dieser Seite allerdings kein Argument für den Standort.
Nächste Schritte
VidaLibrePlan betreut zwölf Länder in Lateinamerika. Kuba gehört nicht dazu.
Kuba besteuert permanent Ansässige auf ihr Welteinkommen, und seit Juni 2026 funktionieren VISA und Mastercard im Land nicht mehr. Wer eine karibisch gelegene Basis mit funktionierendem Banking sucht, findet in Panama das Gegenteil: internationaler Banking-Hub, US-Dollar, 0 % auf Auslandseinkommen.
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